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Marketing & Kommunikation mit Film und Video

Im falschen Film

Wegen Videos zuerst zum Terrorist und dann zum Verräter geworden

Für den 27-jährigen Harry Sarfo aus Deutschland waren die Propaganda-Videos des IS mit ein Auslöser, warum er sich der Terror-Gemeinschaft anschloss. Als er Dreharbeiten für ein neues Propaganda-Video miterlebte, glaubte er im falschen Film zu sein und entschloss sich zu desertieren.

Seit sein Name vor Wochenfrist in der New York Times erschien, ist er nicht nur für Geheimdienste, sondern auch für die breite amerikanische und deutsche Öffentlichkeit ein Begriff. Das auf englisch geführte Interview mit Harry Sarfo im Hochsicherheitsgefängnis in Bremen fand in erster Linie darum seinen Weg in die Weltpresse, weil Sarfo in Syrien Kontakt mit Vertretern des IS-Geheimdienstes hatte. Die für Anschläge zuständige Organisation ist unter dem arabischen Namen Emni bekannt und hatte vor, den selbsternannten Gotteskrieger aus Bremen nach absolvierter Terror-Ausbildung als „Schläfer“ zurück in seine Heimat zu senden. Man brauche keine Europäer mehr in Syrien, aber zukünftige Attentäter in Deutschland. Eher als Nebensächlichkeit wurden in der Berichterstattung auch Videos vermerkt. 

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Potential für Manipulationen

Professionell Video und Filme schneiden (4/4)

Filme schneiden kann beträchtlichen Schaden anrichten. Will man von Demagogen lernen, folgt man der europäischen Geschichte ab der Zeit der Weimarer Republik,  oder glaubt man der Theorie des Films überhaupt, so ist das bewegte Bild eines der gefährlichsten aller Medien überhaupt!

Der einfach nachvollziehbare Grund, warum Filme und Videos so brandgefährlich sein können: Ein Film erhält seine endgültige Form nicht bei den Dreharbeiten auf dem Filmset, sondern erst später und nachdem eine Vielzahl von wichtigen Entscheidungen im dunklen Kämmerlein des Editors getroffen wurden. Das Arrangieren von Einstellungen und Sequenzen im Rahmen der Montage bietet etliche Möglichkeiten zur Manipulation. Dieser Artikel, der letzte der vierteiligen Filmpuls-Sommerserie zum Thema „Professionell Film und Video schneiden“, zeigt die wichtigsten Arten der Manipulation, und erklärt die dahinterliegenden Mechanismen anhand von Beispielen:

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Film schneiden als formales Prinzip

Professionell Video und Film schneiden (3/4)

Film schneiden ist wie jede filmische Disziplin ein Handwerk mit dem Potential einer Kunst. Handwerkliche wie künstlerische Aspekte der Filmmontage lassen sich nicht nur inhaltlich, sondern auch aus rein formaler Sicht betrachten. Die durch formale Prinzipien geprägte Montage macht in diesem Fall die Wirkung des Filmbildes zum Stil-Prinzip.

Montage als formales Prinzip ist nicht nur bei Kunst- und Experimentalfilmen (exzessiv) anzutreffen. Abwechselnd mit weiteren Prinzipien der Montage ist der formal geprägte Schnitt in fast jedem Film oder Video zu finden:

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Filmmontage: Raum und Zeit verändern

Professionell Filme und Videos schneiden (2/4)

Videos schneiden bedeutet immer auch, selbst einen Teil der Filmgeschichte zu sein: In den Pionierzeiten des Films beschränkte sich die Filmmontage darauf, mit dem Schnitt die für die Erzählung notwendigen Ereignisse in chronologischer Folge hintereinander zu schneiden. Spannung konnte dabei nicht durch den Schnitt entstehen, sondern nur durch den Inhalt der Erzählung. Der Filmschnitt war Diener der Realität.

Schon 1901 ging der Engländer James Williamson in seinem Film „Attack on a China Mission“ einen Schritt weiter: Er fand heraus, dass die Zuschauer sich vom Filmschnitt auch über größere Zeit- oder Raumsprünge hinweg führen ließen, wenn in der Einstellung vor und nach dem Schnitt ein identisches Objekt oder eine identische Person vorkam. 

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Handwerk und Kunst

Professionell Film und Video schneiden (1/4)

Video schneiden und die Montage von Filmen ist nicht nur Handwerk, sondern besitzt  zusätzlich das Potential einer Kunstform. Ein Filmschnitt kann hart wie ein unerwarteter Schlag ins Gesicht, oder sanft wie ein liebender Blick sein  sein. Er kann die Zeit verändern und im völligen Kontrast zur Bewegung vor der Kamera stehen. Der Schnitt kann das Auge führen, oder uns daran hindern, etwas zu sehen.

Die vierteilige Sommer-Serie mit Artikeln zum Handwerk der Montage startet mit den wichtigsten Prinzipien des Filmschnitts:

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Was er darf. Und was er nicht darf.

Off-Kommentar in der Kommunikation mit Film und Video.

Der Off-Kommentar, die begleitende Stimme aus dem Hintergrund, verbindet sich in Filmen und Videos zu einer Einheit. Er ist darum unzertrennlicher Teil der Gesamtkonzeption filmischer Kommunikation und in den wesentlichen Zügen bereits im Drehbuch angelegt.

Seine finale Form findet der Kommentar aber erst nach den Dreharbeiten in der Montage. Zu den Grundprinzipien des Off-Kommentars gehört es, dass der Text nicht das Bild beschreibt, sondern die visuelle Information ergänzt.

Bei den Dreharbeiten muss sich die Kamera darauf konzentrieren, den Aussagewunsch optisch zu erfassen. Für die Kamera ist darum das zu drehende Motiv der Hauptträger der Informationen. Anders beim Off-Kommentar:

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Wichtig ist, was ankommt.

Einfach klar kommunizieren: Zwei Rezepte aus der Praxis.

Einfach klar kommunizieren ist in der Kommunikation mit Film und Video nicht nur redaktionell-inhaltlich erfolgsrelevant. Auch in der Herstellung kann eine einfache und klare Kommunikation für den Erfolg des Projektes entscheidend sein. 

Filmpuls zeigt in diesem Artikel zwei bewährte Rezepte aus der Praxis, welche die Qualität der Kommunikation auf allen Stufen und für alle Beteiligten einfach verbessern helfen können:

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Standortbestimmung per Ende Q2/16

Visual Storytelling Trends: Exklusive Insights

Per Ende des letzten Jahres war glasklar, was an Storytelling Trends die Kommunikation mit Film und Video beherrschen würde. Zuvorderst auf der Liste der Buzzwords standen virtuelle Realität, 360-Grad-Videos, immersiver Journalismus, Wearable Computing und dynamisches Storytelling. Diese Megatrends schienen so nah, wie der Brexit fern. Und heute?

Nach den Sommerferien beginnt vielerorts bereits die Vorbereitung der Budgetplanung für das Jahr 2017. Anlass genug für eine sommerliche Standortbestimmung in Sachen Trends, Empfehlungen und Best Practise inbegriffen.

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