Artikel von Kristian Widmer

Über Kristian Widmer
Kristian Widmer ist Experte für sequentielles Storytelling. Er ist Mitglied der Schweizer Filmakademie. Der promovierte Jurist und Inhaber eines MBA der Universität St. Gallen HSG war langjähriger CEO der 1947 gegründeten und mit einem Academy Award™ ausgezeichneten Condor Films AG.

Was Produzent und Bergführer als Berufsbild verbindet

Der Autor dieses Artikels besucht regelmäßig ein Flugzeugwrack in den Alpen. Dieses Jahr wurde er dabei von einem Steinschlag überrascht. Für ihn Grund genug, sich grundlegende Gedanken zum Berufsbild von Produzent und Bergführer zu machen. Er überlegt, worin sich aus seiner Sicht der Umgang mit Kunden unterscheidet und was der Auftragsfilm vom Alpinismus lernen kann. [...]

Was Videofilme gut können. Und wann Videos das falsche Medium sind.

Wer Filme sieht und TV konsumiert, wird nicht zum Video- und Filmemacher. Filme sind einfach anzusehen. In dieser scheinbaren Einfachheit liegen die Schwierigkeiten. Videofilme können vieles leisten, aber nicht alles. FILMPULS erklärt, wann Video das richtige Tool ist - und wann es besser ist, auf die Arbeit mit Bewegtbild zu verzichten und auf ein anderes Medium zu setzen. [...]

360 Videos und ihre Zukunft: eine Prognose

Noch nie in der Geschichte des Films war es so einfach, 360 Videos zu drehen und einem Millionenpublikum zugänglich zu machen. Trotzdem lässt der prognostizierte Durchbruch nach wie vor auf sich warten. Was läuft schief? Drei Thesen, wie der 360-Film seinen verdienten Platz in Marketing und Kommunikation mit Film und Video findet. [...]

Warum ein Imagefilm die schlechtere Alternative ist

Ändert der Fluss das Flussbett? Oder zwingt dieses dem Fluss den Weg auf? Niemand wird bestreiten wollen, dass beide Elemente, Fluss und Flussbett, sich wechselseitig beeinflussen. Für Bewegtbild und Distributionskanäle gilt das ebenso. Darum gehören Imagefilme abgeschafft. Er ist ein Dinosaurier aus der vordigitalen Zeit. In einer non-linearen Welt hat der herkömmliche Imagefilm nichts mehr zu melden. Es gibt bessere und effizientere Alternativen um mit Film und Video Wirkung zu erzielen. [...]

Warum gute Auftragsfilme leuchten und schmerzen müssen

Wie geht man richtig mit Spannungsfeldern um, die sich aus dem Wunsch nach Authentizität in Imagefilmen und authentischen Produktevideos ergeben? Jeder Filmstudent lernt, dass es bei der Analyse eines Filmes nicht reicht, nur das filmische Werk zu untersuchen. Es gilt immer auch den Absender (Filmemacher) und den Rezipienten (Zuschauer) in die Betrachtung einzubeziehen. Beim Auftragsfilm wird das Dreieck "Film-Filmemacher-Zuschauer" zum Viereck, weil Auftragsfilme ohne Auftraggeber per definitionem keine solchen sind. Um zu verstehen, was einen authentischen Auftragsfilm im Kern ausmacht gilt es darum, die drei Aspekte Auftraggeber, Filmemacher und Zuschauer genauer anzusehen. [...]

Das Phänomen der unsichtbaren Schnitte bei Film und Video

Unsichtbare Schnitte sind kein Geheimnis. Sie finden seit jeher nicht nur in großen Hollywood-Produktionen Anwendung, sondern sind d-e-r Standard in der Film- und Videoproduktion. Unsichtbare Schnitte werden so bezeichnet, weil sie für Auge und Hirn deutlich sichtbar und erkennbar sind (anders als versteckte Schnitte), trotzdem aber vom Zuschauer nicht wahrgenommen werden. [...]

Billige Ausreden bei Film- und Videoprojekten: die Top 10

Sie sind die Geisterfahrer jeder Filmproduktion: Billige Ausreden, die einem mit der Selbstverständlichkeit eines mehrachsigen Trucks in einem amerikanischen Actionfilm auf der Gegenspur im dümmsten Moment entgegenkommen. Filmpuls präsentiert zum Jahresbeginn die Top 10 der billigsten und häufigsten Ausreden bei Film- und Videoprojekten. [...]

Was Produzenten bei der Kommunikation nie freiwillig sagen

Bevor ein Chirurg seine Patienten operiert, ist er gesetzlich dazu verpflichtet, seinen Schützling über tatsächliche und mögliche Risiken zu informieren. Bei Filmproduzenten und Videomachern ist das anders. Zwar ist das Wissensgefälle zwischen Anbieter und Leistungsempfänger oftmals ähnlich spektakulär wie zwischen Arzt und Patient. Aber wer was wem warum wann wie bei einer Filmproduktion sagt, dafür bestehen im Geschäft mit Bewegtbild keine festen Regeln. 10 Dinge, die Ihnen ein Produzent nie sagen würde. [...]

Visual Storytelling Trends. Eine Standortbestimmung per Ende Q2/16

Per Ende des letzten Jahres schien klar, was an Storytelling Trends die Kommunikation mit Film und Video in Zukunft beherrschen würde. Ganz zuvorderst auf der Liste der Buzzwords stand vor sechs Monaten die nun endlich und unweigerlich vor ihrem Durchbruch stehende virtuelle Realität, zusammen mit 360-Grad-Videos, immersivem Journalismus, Wearable Computing und dynamischem Storytelling. Alle diese Megatrends schienen so nah, wie der Brexit fern. Und heute? Nach den Sommerferien beginnt vielerorts bereits die Vorbereitung der Budgetplanung für das Jahr 2017. Anlass genug für eine sommerliche Standortbestimmung in Sachen Trends, Best Practise inbegriffen. [...]

Die Wirkung von Farben im Film? Keine Ahnung, aber davon viel!

Während in nahezu allen Disziplinen des Marketings und der Kommunikation an abverkaufsrelevanten Kontaktpunkten die Evaluation von Farben und die Arbeit mit Farbkonzepten unverzichtbar ist, gehen Filmemacher im Auftragsfilm, bei TV-Spots ebenso wie beim Imagefilm, Produktfilm oder Online-Video mit Farbpsychologie um, als wären sie Pfahlbauer aus dem Neolithikum. Diese Nachlässigkeit geht zu Lasten der Wirkung! [...]

Gutes Storytelling mit CSI-Checkliste erkennen und optimieren

Storytelling wird oftmals als Zaubermittel für die Kommunikation mit Film und Video betrachtet. Aber was ist eine gute Story? Ich nutze als Checkliste dazu seit mehr als einem Jahrzehnt drei einfache Fragen. Denn die Integration von Key Messages in einem Filmkonzept lässt sich vom Auftraggeber meist einfacher überprüfen als das Storytelling. Ob nobler Eskapismus zum alleinigen Zweck der Unterhaltung (Spielfilm), Wissensvermittlung (Dokumentarfilm) oder ob der Treiber wie beim Werbefilm oder Imagefilm darin liegt, Kaufabsicht, Image, Sympathie oder Bekanntheit einer Marke zu beeinflussen, ein Film soll verändern und bewirken. [...]
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