Motivation mit Video für Mitarbeiter. Eine exklusive Fallstudie.

Fallstudie aus der Praxis

fallstudie-motivation Exklusive Fallstudie von Condor Films AG

Mit einem Video will ein hochspezialisierter Hersteller von Produkten für die Hauttransplantation die Motivation seiner Mitarbeiter zur Erhöhung seiner globalen Umsatzziele steigern. Das Web-Video soll per Intranet für die interne Kommunikation, an internen Events und zur Weiterbildung eingesetzt werden können. Eine Fallstudie.

Idealerweise spiegelt der Film nicht nur den Pioniergeist des Unternehmens (und seiner Mitarbeiter), sondern gibt auch den Patienten eine Stimme um die Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit der Unternehmensmission zu unterstreichen.

Fallstudie Mitarbeitermotivation mit Video

Das hier vorgelegte Beispiel beruht auf einem realen Auftrag aus der Praxis der Filmproduktion. Um der Corporate Policy des Kunden gerecht werden zu können, wurden Geschäftsfelder und Produkte zur anonymisiert und abgeändert.

Ziele für Kreation und Produktion

Um das Video möglichst authentisch zu halten müssen gemäß Kundenvorgabe:

  1. Echte Mitarbeitende der Organisation müssen im Video vorkommen.
  2. Damit die Betriebsabläufe nicht gestört werden ist ein Casting unerwünscht. Mitarbeitende, vom Nobelpreisträger bis zur Labor-Assistenz, können sich freiwillig für einen Auftritt vor der Kamera zur Verfügung stellen.
  3. Wer sich für den Film meldet, ob telegen oder nicht, muss allerdings später auch im Film vorkommen. Ein Selektionsverfahren ist nicht erwünscht.

Herausforderungen für ein Video zur Motivation der Mitarbeiter

Kundenseitig ist schon zum Projektstart ein Kostendach definiert worden. Darauf aufbauend werden nun gemeinsam Qualität und Wirkung definiert und ein erstes Termin-Layout inklusive einer Reserve für Unvorhergesehenes vereinbart. Da kundenseitig bereits ein einzelner Ansprechpartner mit allen notwendigen Kompetenzen ausgestattet ist, konzentriert sich die Energie aller Beteiligten nach Regelung weniger Formalitäten schnell auf die Inhalte.

Fallstudie Mitarbeiter Motivation mit Video für die interne Kommunikation

Motivation ist ein Sammelbegriff. Er steht in dieser Fallstudie für eine Vielzahl von einzelnen Gründen, die am Ende zu einer konkreten Handlungsbereitschaft führen. Er ist die Summe der Einzelgründe für ein Handeln. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Verb „movere“ (deutsch = bewegen, antreiben) her.

So wie es bei der Herstellung eines Films oder Videos die Kompetenz braucht, ein aus Worten bestehendes Konzept oder Drehbuch in wirkungsstarkes Bewegtbild zu verwandeln, zählt bei der Motivation und die Mitarbeiter nicht nur das Hervorrufen der Absicht an sich, sondern auch die Umsetzung in Handlungen. Umsetzungskompetenz braucht den Willen, eine Veränderung bewirken zu wollen. An diesem Punkt soll das geplante Web-Video ansetzen. Schliesslich soll das Publikum nicht im falschen Film sitzen.

Warnsignale

Die Vorgabe, ohne die Möglichkeit zu einem Casting mit Mitarbeitenden eines Unternehmens einen Film zu drehen, heißt: Laien, die zusätzlich Mitarbeitende des Kunden sind, ins beste Licht zu setzen. Diesem Umstand müssen Drehbuch und die filmische Umsetzung Rechnung tragen. Zu den daraus erwachsenden Herausforderungen kann auf das Interview mit Regisseur Patrick Merz verwiesen werden, der zur Laiendarstellern vor der Kamera feststellt: „Es liegt nie am Menschen. Sondern immer am Drehbuch.“

Umsetzung

Motivation existiert auch jenseits der Daseinsgrundfunktionen. Dazu muss sie allerdings aktiviert werden. Dabei spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Die Aktivierung ist dabei absolut zentral.

Durch Verknüpfung von Emotionen mit der Ausrichtung auf ein Handlungsziel kommuniziert das Video dieser Fallstudie ein Motiv. Damit schafft es eine latente Handlungsbereitschaft. Je eindrücklicher das Video, desto nachhaltiger die Wirkung.

Drei Entscheidungen werden vom Kreationsteam gemeinsam mit dem Kunden diskutiert und verabschiedet:

  1. Das Filmkonzept muss die Mitarbeiter überraschen und, auch wenn nur für die interne Kommunikation vorgesehen, qualitativ so gut sein, dass es auch auf Youtube viel Feedback und Aufrufe generieren und damit ein Erfolg und zu den besten seiner Klasse zählen würde;
  2.  Pro Mitarbeitender wird ein Kurzfilm gedreht;
  3.  Für Genre und die Art der Umsetzung werden auf die etablierte Mechanismen der TV-Unterhaltung zurückgegriffen.

Das bedeutet im Detail:

Konzept und Drehbuch

Der Kreation und Konzeptarbeit liegt für die in dieser Fallstudie vorgestellte Aufgabenstellung die folgende Annahme zugrunde: Wer die Sinnhaftigkeit seines Tuns fühlt und versteht, wird seine Aufgabe motiviert wahrnehmen. Darum werden Mitarbeitenden für einen Tag die Rolle von Patienten mit Hautverletzungen einnehmen, die noch nicht von einer Hauttransplantation profitieren konnten.

Den Mitarbeitenden werden von professionellen Film-Maskenbildern künstliche Brand- und Hautschäden appliziert, die für Unwissende nicht von echten Verletzungen unterscheidbar sind. Anschließend begleitet die Kamera die Mitarbeitenden an die Öffentlichkeit, wo sie unterschiedliche Alltagsaufgaben zu bewältigen haben.

Film-Serie

Da nicht abgeschätzt werden kann, wie Mitarbeiter und unwissende Passanten in der Öffentlichkeit in einzelnen Fällen reagieren, wird pro Person ein Kurzfilm gedreht. Jedes Video ist ein Erlebnis im Stil einer Dokusoap. Jedes Video zeigt den Mitarbeitenden vor/nach seiner Erfahrung als Patient.

Wirkungsstarkes Motivationsvideo für die interne Kommunikation

Umfasst auch Videos zur Motivation: die Wertschöpfungskette Condor Films AG

Synergie aus der TV-Welt

Umgesetzt werden die Dreharbeiten in typischer TV-Manier: flexible Crew, agil und situativ planend, in der Handhabung der Aufnahmegeräte bewusst an der Grenze zur versteckten Kamera. Fast alle unwissenden Passanten zeigen starke Reaktionen beim Anblick der Verletzungen, die von extremem Mitgefühl bis zur Ablehnung reichen.

Natürlich wird in jeder Szene den unwissenden Passanten nach wenigen Minuten die Übungsanlage offen gelegt, auch weil von allen Beteiligten die Genehmigung zur Verwendung des eigenen Bildes erforderlich ist. Erstaunlicherweise verweigert keine einzige Person die Zustimmung.

Auch den als Darsteller „präparierten“ Mitarbeitenden gehen die ungewohnten Auftritte als von einer schlimmen Krankheit betroffener Mensch im öffentlichen Raum im wahrsten Wortsinne unter die Haut. Sie berichten davon noch auf dem Dreh, erzählen der Kamera in sog. abgesetzten Interviews (auch das ein typisches Element der TV-Dramaturgie) von ihren Gefühlen, Erwartungen und Learnings. Und sie erzählen in eigenen Worten, was kein Autor ihnen in den Mund legen kann: vom Erkennen der Sinnhaftigkeit ihrer Berufsarbeit und von der Wichtigkeit, Betroffenen helfen zu können.

Fazit

Alle Filme, alle Auftritte der Mitarbeiter gelingen und werden zu starken, unverwechselbaren Videos. Aus Freude an den starken Filmaufnahmen erstellt der Schnittredaktor auf Risiko der Produzentin eine zusätzliche Langversion. Diese erzählt die unterschiedlichen Erlebnisse und Erfahrungen der Mitarbeitenden in einer Parallelmontage. Nach einer Visionierung der Langversion gibt der Kunde zusätzlich auch deren Fertigstellung in Auftrag.

Kurz nach Auslieferung aller Versionen folgt ein Email des Group-CEO. Er zeigt sich über die Intensität der Filme begeistert und gratuliert allen internen und externen Beteiligten zum gelungenen Resultat der Motivation seiner Mitarbeitenden per Video.

Über Philippa von Wittgenstein

Philippa von Wittgenstein ist Produktionsleiterin und Producerin für Film und Fernsehen.

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