Einführung in die Filmsprache: Alles über Kameraperspektive

Filmwissen aus erster Hand (Teil 2)

Kameraperspektive Filmpuls Filmsprache von A bis Z Alles immer auch eine Frage der Perspektive

Es geht nicht ohne. Ob man dies als Filmemacher oder Videoproducer will oder nicht: Die Kameraperspektive ist in jedem Film und in jedem Video mit dabei. Man kann sie je nach Filmart komplett oder zu einem gewissen Teil bestimmen. Man kann sie dem Zufall überlassen, bewusst oder unbewusst.  Die Perspektive bestimmt ein Filmerlebnis in wesentlichem Umfang mit. Wenn die Kamera unser Auge ist, so ist der Blickwinkel die Art und Weise, wie dieses Auge auf das blickt, was vor dem Objektiv geschieht. 

Die Kameraperspektive bezeichnet den „rein technischen“ Blickwinkel der Film- oder Videokamera auf eine Person oder auf ein Objekt. Darum ist die Erzählperspektive und die subjektive Wahrnehmung durch den Zuschauer als Begriff nur indirekt mit der Kameraperspektive verknüpft.

Nicht verwechseln darf man Kameraperspektiven mit dem Abstand zu einem Gegenstand oder zu einem Menschen. Die Entfernung (oder Nähe, mit Abstand ist immer die messbare Distanz gemeint) wird durch die Einstellungsgröße festgelegt.

Die Perspektive definiert den Winkel. Darum sind auch die Höhe der Kameraposition ein wichtiger Faktor für den Blickwinkel und nicht die Distanz. Eng mit der Kameraperspektive verknüpft ist der Raumeindruck. Er kann durch Bewegungen zusätzlich verstärkt werden.

Dieser Artikel behandelt die wichtigsten Arten der Perspektive als Element der Bildgestaltung für das Bewegtbild.

Die Funktion der Kameraperspektive

Der Zuschauer sieht, was ihm die Kamera gewissermaßen pfannenfertig serviert. Hinsehen und konsumieren genügt. Wenn es nicht gerade um dramaturgisch ausgeklügelte Konstrukte im Storytelling geht, kümmert es den Zuschauer meist nicht, was er nicht im Bild sieht. Was sich außerhalb des Blickfelds der Kamera liegt, existiert für ihn nicht. Warum sich darum Gedanken machen?

Mit dem Blickwinkel verhält es sich gänzlich anders. Denn er ist immer verknüpft mit einem Bildinhalt. Auch bei ihm können wir nicht wählen, wie wir diesen Inhalt sehen (aus welcher Perspektive). Aber anders als bei Dingen, von denen wir nichts wissen und die wir darum nicht kennen können, sind wir bei der Sicht von unten, oben oder seitwärts durchaus in der Lage, eine emotionale Brücke zur eigenen Erlebniswelt zu schlagen.

Zeigt uns eine Aufnahme eine Person beispielsweise in Augenhöhe, verbinden wir diese Informationen mit der eigenen Lebenserfahrungen. Wir befinden uns physisch und psychisch auf gleicher Höhe. Weder können wir auf das Gegenüber hinab sehen, weil wir diese in der Körpergröße übertreffen, noch sind wir  bittend vor ihr auf den eigenen Knien und müssen den Kopf heben um die Mimik des Gegenübers lesen zu können.

Schrägsicht, unten links

Was will uns diese Perspektive sagen?

Einerseits hat die Kameraperspektive wie die Kamerabewegung mit Wahrnehmung und Emotionen zu tun. Das Objektiv ist unser Auge, von dem wir automatisch auf den Körper und unsere Position und Stellung rückschließen. Besonders stark ist dieser Effekt, wenn es um Lebewesen geht.

Andererseits verläuft die Grenze zwischen den oft gebräuchlichen und zitierten Arten von Kameraperspektiven fließend. Mathematisch exakt lassen sich Blickwinkel nicht definieren. Darum ist es umso wichtiger, ihre Funktion zu begreifen. Denn nur darum geht es: um das Erzielen von Wirkung in Form des Transports von Emotionen und Informationen.

Normalperspektive

Die Normalperspektive ist dadurch erkennbar, dass man sie nicht erkennt. Warum? Weil sie unserer täglichen Wahrnehmung im Alltag entspricht. Der Kameramann ist mit seinem Aufnahmegerät auf unserer Augenhöhe in der Filmhandlung unterwegs und schaut so auf Menschen und Dinge, wie wir es tagtäglich auch tun.

Das Ziel der Normalperspektive ist es, unauffällig und alltäglich zu sein. Geschieht dies in außerordentlichen Umständen, beispielsweise weil die Welt gerade unterzugehen droht, kann auch dadurch ein starker Kontrast entstehen.

Normalperspektive

Normalperspektive

Weil die normale menschliche Wahrnehmung als Referenz dient, kann die Normalperspektive streng betrachtet auch eine andere Form der Kameraperspektive sein. Deshalb, weil es Dinge gibt, bei denen es normal ist, sie nicht normal zu sehen. Der Eiffelturm bestaunt der Frankreich besuchende Tourist aus Untersicht  und findet das ebenso normal wie der Umstand, dass er beim Picknick auf dem Champ des Mars die Ameisen in der Aufsicht sieht. Auch bei der Normalperspektive gilt also: keine Regel ohne Ausnahme.

In Dialogszenen von unterschiedlich groß gewachsenen Schauspielern gilt es anhand der Rollenbilder zu entscheiden, ob man die Darsteller anhand der Normalperspektive auf eine identische Augenlinie ausrichtet. Im grandiosen TV-Drama Big Little Lies spielen die Stars Nicole Kidman (Größe: 1.80 m) und Reese Witherspoon (Größe: 1.56 m) die Hauptrollen. Im wahren Leben reicht Witherspoon der Kidman gerade mal bis zur Schulter. Vor der Linse ist der Größenunterschied zwischen den beiden Schauspielerinnen durch die Normalperspektive nivelliert.

Das englische Synonym für die Normalperspektive ist der Straight on Angle. Wegen der Wichtigkeit der Betrachtungshöhe, wie sie der Zuschauer aus der Realität kennt, wird auch die Bezeichnung Eye Level verwendet.

Untersicht

Bei der Untersicht befindet sich die Kamera unter denjenigen Punkt, von dem aus wir etwas normalerweise sehen. Das Kameraobjektiv zwingt unser Sehen nach oben. Ein auf diese Weise gedrehter Schauspieler wirkt größer, mächtiger und abhängig von der Mimik und Handlung auch drohender als aus normaler Sicht. Dasselbe gilt auch für Objekte. Ein Haus von unten aufgenommen wirkt imposant und herrisch.

Untersicht

Untersicht

Untersicht kann auch dazu dienen, den „Himmel zu öffnen“. Schaut das Objektiv nach oben, verschwindet der Horizont aus dem Blickfeld. Die Bildbegrenzung löst sich auf. Dasselbe gilt für den Vordergrund. Auch ihn kann man mit derartigen Aufnahmen elegant verlieren. Weiter kann diese Form auch darum erforderlich sein, weil man das Gesichtsfeld des Zuschauers aus inhaltlichen Gründen nach oben zwingen will.

Die Sicht von unten wird auch Unterperspektive genannt. Im englischen Sprachraum heißt sie Low Angle Shot. Up Shot bedeutet dasselbe.

Aufsicht

Aufsicht

Aufsicht

Das Gegenstück zur Ansicht von unten ist naheliegenderweise die Aufsicht. Hier ist die Linse weit über der üblichen Achse positioniert. Die Sicht geht von oben nach unten in die Tiefe. Befindet sich die Kamera ein ganzes Stück weit in der Höhe über der Spielszene, beispielsweise bei einer ansteigenden Kranfahrt, schafft die diese Form in Kombination mit der Halbtotalen den notwendigen Raum für Orientierung. Sei es in einer Massenszene und im Schlachtgetümmel oder über verschiedene Objekte: Wer seinen Blick von oben auf die Dinge lenken kann, erkennt den Lauf der Dinge einfacher.

Die Aufsicht kann aber auch eine banale Treppenstufe zu einem Abgrund werden lassen. Umgekehrt wirken Gebäude auf diese Weise viel weniger pompös als mit vertiefter Kameraposition. Allerdings lassen sich so, auch das ist gleich, wie beim Schuss nach oben, Horizont und Hintergründe ausgrenzen. Die Wahrnehmung des Zuschauers kann auf das Wesentliche gelenkt werden.

Die Bezeichnung Obersicht hat dieselbe Bedeutung wie Aufsicht und der englische High Angle Shot. Der Down Shot (im Wortsinn übersetzt: „Abwärtsschuss“) ist damit identisch.

Vogelperspektive und Froschperspektive

Froschperspektive

Froschperspektive

Vogelperspektive

Vogelperspektive

Die Vogelperspektive und die Froschperspektive sind die Extreme der Aufsicht und Untersicht. Die Namen sagen auch schon alles. Von oben herab gesehen wie ein Adler, von unten hinauf betrachtet wie der Frosch die Welt erlebt.

Wie alle übersteigerten Darstellungsformen ziehen Vogelperspektive und Froschperspektive ihre Kraft aus einer gezielten, seltenen Anwendung. Wie die Ausnahme zur Regel verflüchtigt sich die Wirkung für den Zuschauer.

Die Vogelperspektive wird innerhalb einer Szene kaum je eingesetzt. Weil diese Kameraperspektive aber ein Verfolgen der Handlung aus übergeordneter Perspektive ermöglicht, findet man sie verbunden mit einer Totalen oft als Etablishing Shot (mehr zu dieser Einstellung im Filmpuls-Artikel zu den Einstellungsgrößen und zur Filmklappe).

Der englische Top-Shot ist in seiner Definition ein Zacken strenger als die  Vogelperspektive. Bei dieser Art der Kameraposition muss sich das Objektiv exakt über dem Objekt befinden.

Die extreme Sicht von unten wird in Hollywood manchmal auch als worm’s eye view (wörtlich auf Deutsch: aus der Sicht eines Wurms) genannt.

Schrägsicht

Schauen wir seitwärts auf etwas, spricht man von einem schrägen Blickwinkel. Auch die Schrägsicht ist im Werkzeugkasten des Filmemachers in unterschiedlichen Ausführungen vorhanden. Der von der Normalposition abweichende Winkel kann mehr oder weniger extrem sein. Wichtiges Kennzeichen der Schrägsicht ist der schief liegende Horizont (sofern überhaupt sichtbar).

Schrägsicht von unten

Schrägsicht von unten bringt Dynamik

Schrägsicht von oben

Schrägsicht von oben

Versetzte Blickachsen sind meist mit einem erhöhten oder vertieften Kamerawinkel verbunden. Solche Aufnahmen wirken dynamisch und lassen sich in der Montage zu bildstarken Sequenzen montierten. Auch das ist mit ein Grund, warum die Werbung für TV-Spots oft und gerne mit dieser Kameraperspektive arbeitet und sich PR-Profis und Politiker für dieses Bildgestaltungsmittel begeistern können.

Die Schrägsicht ist auch bekannt als Dutch Angle, canted angle, dutch tilt oder oblique angle. Auch wenn das englische „Dutch“ übersetzt in die deutsche Sprache Niederländer heißt – die Bezeichnung ist die Folge von einem Missverständnis. In den 20er Jahren hat der deutsche Avantgarde-Film die Schrägsicht erfunden und als „deutsche Einstellung“ geprägt. Weil im englischen die Wörter deutsch und dutch nahezu identisch ausgesprochen werden, hat sich das falsch verstandene englische Wort als feste Bezeichnung durchgesetzt.

Dynamische Aufnahmen erzeugt durch schräge Achsen werden auch bewusst für emotionale Negativeffekte eingesetzt. Solche Filmbilder können auch unruhig wirken und Irritationen hervorrufen. Ebenso sind sie im Thriller oftmals ein visueller Indikator für drohende Gefahr. Die Welt kippt (hinsichtlich der Bildgestaltung wortwörtlich) aus dem Gleichgewicht.

Falsch verstanden ist die Schrägsicht als erzwungene Perspektive immer dann, wenn sie einig dazu eingesetzt wird, unerwünschte Bildinformationen durch das Neigen verschwinden zu lassen. Auch sie sollte wie alle Arten der Kameraperspektive immer inhaltlich motiviert sein.

Übersicht der Arten von Kameraperspektiven

Alle Illustrationen in diesem Beitrag sind Screenshots aus einer eigens für diesen Artikel erstellten 3D-Animation aus einem 3D-Grid.

Die bekanntesten Perspektiven zusammengefasst:
BeispielBeschreibungStichworte
 Normale Perspektive: Das Gegenüber steht auf AugenhöheNormalDas Gegenüber steht auf Augenhöhe (Eye Level)
 Untersicht: Die Kamera blickt von leicht unten auf die PersonUntersichtDie Linse blickt von leicht unten auf die Person
 Aufsicht: Standpunkt de Kamera leicht erhöhtAufsichtDas Gegenteil zur Sicht von unten: Kamerastandpunkt leicht erhöht
 Froschperspektive: Die Kamera ist extrem untersichtigFroschperspektiveDie Position liegt extrem unter der normalen Blickachse.
 Vogelperspektive: Die Kamera ist extrem aufsichtigVogelperspektiveDie Kamera ist extrem aufsichtig. (Bird’s Eye Shot)
 Top-Shot: Kamera oben direkt auf der KörperachseTop-ShotSicht von oben auf der Körperachse exakt im 90-Grad Winkel zur horizontalen Linie
 Kamera blickt bei Schrägsicht seitlich auf eine PersonSchrägsichtSeitliche Ansicht mit leicht tiefer liegender Kamera
 Blick schräg von oben (Erhöhung der Dynamik)Schräg mit AufsichtSeitlich von oben (bringt erhöhte Dynamik)
 Blick schräg von unten (Erhöhung der Dynamik)Schräg mit UntersichtSeitwärts von unten (erzeugt starke Dynamik)

Zusammenspiel von Perspektive und Einstellungsgrößen

Einstellungsgröße und Kameraperspektive gehen bei der praktischen Arbeit Hand in Hand. Weil die Einstellungsgröße bestimmt, was der Bildschauschnitt zeigt und die Bildperspektive bestimmt, wie es der Zuschauer den Bildinhalt gehören alle beide für Film und Video untrennbar zusammen.

Bei der Machbarkeit sind der Kamerablickwinkel und die Größe der Einstellung nicht immer voneinander zu trennen. Es kann durchaus sein, dass eine Betrachtungsperspektive nur mit einem gewissen Abstand oder einer minimalen Nähe möglich ist.

Wie die beiden Elemente kombiniert werden, bestimmen Bildinhalt und Storyline. Wie in jedem visuellen Medium transportiert das Bild dabei alleine durch die Kombination von Ausschnitt und Perspektive eine Menge zusätzlicher Informationen. Der Zuschauer nimmt diese oft nicht bewusst wahr. Trotzdem stimulieren diese Bildinformationen die Wahrnehmung.

Die Einstellungsgröße (Kurzzusammenfassung)

Bei der Frage nach der Größe der Einstellung geht es um den Abstand zum Aufnahmeobjekt. Der Blickwinkel ist für die Definition der Einstellungsgröße nicht wichtig. Trotzdem lassen der Winkel der Betrachtung und der Bildausschnitt nur in Theorie sauber trennen. In der Praxis bestimmt die Kameraperspektive den Bildinhalt bei der Arbeit immer mit. Ebenso verhält es ich mit der Kamerabewegung.

Die wichtigsten Einstellungsgrößen in der Übersicht:
MusterbildBezeichnungBeschreibung
Totale: Die Person vor der Kamera ist im Raum verortet. Mensch und UmgebungTotaleDie Person ist im Raum verortet. Mensch und Umgebung
Supertotale: Der Mensch ist nur noch ein kleiner Bestandteil des Raums.SupertotaleDer Mensch ist nur noch ein kleiner Bestandteil des Raums.
Halbtotale: Der Mensch erscheint in seiner ganzen Größe vollständig im Bild.HalbtotaleDer Mensch erscheint in seiner ganzen Größe vollständig im Bild.
Halbnahe: Die Bildkante verläuft knapp oberhalb der Hüfte bis zum Kopf.HalbnahDie Bildkante verläuft knapp oberhalb der Hüfte bis zum Kopf.
Amerikanische Einstellung: Vom Colt an der Hüfte (der Cowboy lässt grüssen) an aufwärts.AmerikanischVom Colt an der Hüfte (der Cowboy lässt grüssen) an aufwärts.
Nahaufnahme: Oberkörper und Kopf, Hände kommen nur noch bei Gesten ins Bild.NahOberkörper und Kopf, Hände kommen nur noch bei Gesten ins Bild.
Großaufnahme: Kopf und Schulter dominieren. Das Gesicht ist im Zentrum.GroßKopf und Schulter dominieren. Das Gesicht ist im Zentrum.
Detailaufnahme: Enthüllt den Blick auf ein wichtiges Detail.DetailEnthüllt den Blick auf ein wichtiges Detail.
Italienische Einstellung: Nur Augenpartie. Gehört in die Kategorie Detailaufnahme.ItalienischNur Augenpartie. Gehört in die Kategorie Detailaufnahme.

Anwendungsbeispiele und alle Hintergrundinformationen zum korrekten Umgang mit der Einstellungsgröße finden sich im Filmpuls-Artikel Einführung in die Filmsprache: alles über Kameraeinstellungen und Einstellungsgröße.

Wie gehe ich in der Praxis damit um?

Das ist eine einfache Frage, auf die es nur schwierige Antworten gibt. Wer nichts falsch machen will, keine Zeit oder keine Möglichkeit hat, jede einzelne Einstellung in Bezug auf

  • den Bildausschnitt (was sehe ich?) und
  • den Betrachtungswinkel (wie sehe ich es?) kombiniert mit
  • Bewegung (Kamerabewegung und Bewegungen vor der Kamera. Im ersten Fall bewegt sich das Aufnahmegerät, in zweiten Fall eine Person im Bildausschnitt)

zu planen, setzt am besten auf die Normalperspektive. Die Bildsprache gleicht diesfalls der Umsetzungsart Abfilmen.

Wer die Bildwirkung gezielter und stärker nutzen will, ergänzt die Normalperspektive im richtigen Moment einige wenige Male mit anderen Blickwinkeln. Entweder situativ beim Dreh oder im Voraus und bewusst geplant. Damit bewegt sich der Videoproducer in Richtung Verfilmen. (Zu den drei Arten, wie ein Video umgesetzt werden kann siehe den Artikel über Abfilmen, Verfilmen und Inszenieren.)

Soll nicht der Zufall, sondern die Absicht die Bildsprache bestimmen und inszenieren, führt kein Weg an einem Storyboard und ausführlicher Planungsarbeit vorbei. Der virtuose Umgang mit der Kameraperspektive erfordert Filmemacher drei Anforderungen, die es in sich haben: Erfahrung, Wissen und Talent. Denn nicht ohne Grund wissen alte Hasen im Geschäft: Gute Filme sind einfach anzusehen, weil sie so schwierig zu machen sind.

Buchempfehlung

Titel: Grammar of the Film Language | Autor: Daniel Arijon | Verlag: Silman JamesDas umfangreiche Buch «Grammar of the Film Language» des Autors und Filmemachers Daniel Arijon erklärt die Sprache des Films und damit zusammenhängend auch alle wesentlichen Aspekte der Montage und Kameraperspektive im Detail. Es illustriert nahezu alle wichtigen Schritte mit ausführlichen und einfach verständlichen Storyboards. Der Leser lernt alle Optionen und Leitplanken für die praktische Filminszenierung auf professionellem Niveau kennen. Leider ist das Standardwerk nach wie vor nicht in deutscher Sprache verfügbar. Trotzdem ist die Lektüre überaus lohnenswert und erhellend. | Verlag: Silman James | mit über 1’500 Illustrationen und viele Fallstudien | 613 Seiten inklusive Schlagwort-Verzeichnis.


Im Interesse der Lesbarkeit sind in diesem Artikel die Berufsbezeichnungen auf die männliche Form reduziert. Gemeint sind immer Frauen und Männer | © Character: „Bernie Sanders Caricature Animated“ von cgtrader.com, 3D-Artist: tomislaweg (Bild), Motion Design: Redaktion | dieser Artikel ist zeitnah zur Publikation auch als Podcast und YouTube Video verfügbar | © Filmpuls – das Magazin für Filmemacher und Videoproducer

Über Redaktion Filmpuls

Unter der Bezeichnung «Redaktion Filmpuls» erscheinen Beiträge, die von mehreren Redaktionsmitgliedern gemeinsam erstellt werden.

1 Diskussion

  1. Hallo liebe Redaktion,
    ihr habt kein Buch über Filmlicht besprochen. Wenn ihr mögt sende ich euch ein Rezensionsexemplar.
    Mit herzlichem Gruß
    Achim Dunker

Filmpuls geben

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*