Meinung

Einsichten und Ansichten zu Themen im Bereich der Bewegtbildkommunikation mit Film und Video werden bei Filmpuls unter der Rubrik „Meinung“ veröffentlicht. Die Rubrik Meinungen umfasst Kolumnen, Professionelle Einsichten und persönliche Ansichten zu aktuellen Themen zu Marketing und Kommunikation mit Film und Video.

Warum ein Imagefilm die schlechtere Alternative ist

Ändert der Fluss das Flussbett? Oder zwingt dieses dem Fluss den Weg auf? Niemand wird bestreiten wollen, dass beide Elemente, Fluss und Flussbett, sich wechselseitig beeinflussen. Für Bewegtbild und Distributionskanäle gilt das ebenso. Darum gehören Imagefilme abgeschafft. Er ist ein Dinosaurier aus der vordigitalen Zeit. In einer non-linearen Welt hat der herkömmliche Imagefilm nichts mehr zu melden. Es gibt bessere und effizientere Alternativen um mit Film und Video Wirkung zu erzielen. [...]

Warum gute Auftragsfilme leuchten und schmerzen müssen

Wie geht man richtig mit Spannungsfeldern um, die sich aus dem Wunsch nach Authentizität in Imagefilmen und authentischen Produktevideos ergeben? Jeder Filmstudent lernt, dass es bei der Analyse eines Filmes nicht reicht, nur das filmische Werk zu untersuchen. Es gilt immer auch den Absender (Filmemacher) und den Rezipienten (Zuschauer) in die Betrachtung einzubeziehen. Beim Auftragsfilm wird das Dreieck "Film-Filmemacher-Zuschauer" zum Viereck, weil Auftragsfilme ohne Auftraggeber per definitionem keine solchen sind. Um zu verstehen, was einen authentischen Auftragsfilm im Kern ausmacht gilt es darum, die drei Aspekte Auftraggeber, Filmemacher und Zuschauer genauer anzusehen. [...]

Trends für 2017 … – und was die gute Fee damit zu tun hat

Anders als im Vorjahr listen wir dieses Jahr keine Trends für 2017 auf. Sondern wir legen offen, was wir uns für das noch junge Jahr und für die Kommunikation mit Film und Video in heimlichen Stunden von einer guten Fee wünschen würden. (Falls Sie die gute Fee sind oder die gute Fee kennen: melden Sie sich unter info@filmpuls.ch) [...]

Kommunikation mit Film und Video: Was kein Produzent freiwillig sagt

Bevor ein Chirurg seine Patienten operiert, ist er gesetzlich dazu verpflichtet, seinen Schützling über tatsächliche und mögliche Risiken zu informieren. Bei Filmproduzenten und Videomachern ist das anders. Zwar ist das Wissensgefälle zwischen Anbieter und Leistungsempfänger oftmals ähnlich spektakulär wie zwischen Arzt und Patient. Aber wer was wem warum wann wie bei einer Filmproduktion sagt, dafür bestehen im Geschäft mit Bewegtbild keine festen Regeln. 10 Dinge, die Ihnen ein Produzent nie sagen würde. [...]

Video machen erfordert vom Auftraggeber nur eine einzige Entscheidung

Es gibt nur drei Arten, wie ein Video oder Filmprojekt angegangen werden kann: Ein Film kann in Form des „Abfilmens“, des „Verfilmens“ oder als „Inszenierung“ umgesetzt werden. Alles Weitere ergibt sich daraus. Darum muss der Entscheid, welche dieser drei Arten für das eigene Filmvorhaben die Richtige ist, aus der Sicht des Auftraggebers im Vordergrund stehen. [...]

Visual Storytelling Trends. Eine Standortbestimmung per Ende Q2/16

Per Ende des letzten Jahres schien klar, was an Storytelling Trends die Kommunikation mit Film und Video in Zukunft beherrschen würde. Ganz zuvorderst auf der Liste der Buzzwords stand vor sechs Monaten die nun endlich und unweigerlich vor ihrem Durchbruch stehende virtuelle Realität, zusammen mit 360-Grad-Videos, immersivem Journalismus, Wearable Computing und dynamischem Storytelling. Alle diese Megatrends schienen so nah, wie der Brexit fern. Und heute? Nach den Sommerferien beginnt vielerorts bereits die Vorbereitung der Budgetplanung für das Jahr 2017. Anlass genug für eine sommerliche Standortbestimmung in Sachen Trends, Best Practise inbegriffen. [...]

Subjektive Wahrnehmung in Film und Video

Bei der Erläuterung der Frage, was subjektive Wahrnehmung ist und sein kann, wurde einer der redaktionell stärksten Tageszeitungen der Schweiz darüber gejammert, dass Filme und Videos in den letzten Jahren, und nicht zuletzt wegen YouTube, nurmehr (Zitat:) "gnadenlos subjektiv und gnadenlos beliebig" seien, und darum weitgehend an Wirkung verloren hätten. Meine bescheidene Meinung: Diese Feststellung ist Unsinn und alter Käse! [...]

Was ist ein Video? Worin liegt der Unterschied zum Film?

Die technische Gleichschaltung von Film und Video bildet eine ganz große Chance. Vorausgesetzt, wir besinnen uns darauf, was die Aufgabe von Bewegtbild in Marketing und Kommunikation ist: Wirkung zu erzeugen. Ungeachtet wie man das Kind benennen will: Videos und Filme können das beide. Sofern sie nicht als Kaugummi für die Augen missbraucht werden. [...]

Der Filmschnitt ist tot. Lang lebe die Montage!

Die Kraft und das Potential des Filmschnitts liegt in der Montage. Nicht ohne Grund sprechen viele Filmschaffende darum ganz bewusst nicht von schneiden sondern von montieren oder editieren. Wird vorne und hinten vom Cutter "ein Stück Film" abgeschnitten, dann ist die Bezeichnung Schnitt dem Vorgang durchaus angemessen. Für alles andere, was im Schneideraum passiert, ist das Wort zu vereinfachend, wenn nicht sogar irreführend. Filme werden nicht mit dem Hammer zusammengenagelt. [...]

Was kann Farbpsychologie in Film und Video leisten?

Während in nahezu allen Disziplinen des Marketings und der Kommunikation an abverkaufsrelevanten Kontaktpunkten die Evaluation von Farben und die Arbeit mit Farbkonzepten unverzichtbar ist, gehen Filmemacher im Auftragsfilm, bei TV-Spots ebenso wie beim Imagefilm, Produktfilm oder Online-Video mit Farbpsychologie um, als wären sie Pfahlbauer aus dem Neolithikum. Diese Nachlässigkeit geht zu Lasten der Wirkung! [...]

Virtuelle Realität bleibt Storytelling zwischen Vision und Wunsch

Virtuelle Realität soll, der Trend-Begriff trägt es in sich, Realität vermitteln. Realität bedeutet für den Menschen, der in den meisten Fällen zwei Augen im Kopf trägt, das Leben dreidimensional zu sehen. 3-D-Filme gibt es im Kino und in Event-Parks seit den siebziger Jahren. Aber noch immer hat es die Technologie erstaunlicherweise nicht geschafft, sich flächendeckend durchzusetzen. Will sich VR in der breiten Masse global etablieren, muss sie dieses Problem endlich und überzeugend lösen. [...]

Trends Storytelling mit 6 Themen, die 2016 richtig wichtig werden!

Wo sich technische Innovationen in rascher Kaskade überschlagen ist es umso wichtiger, nicht nur zu wissen was sich ändert, sondern auch was bleibt. Bleiben allerdings wird der Mensch. Er bleibt im Zentrum und bleibt Sinn und Zweck von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, mitsamt seinen Besonderheiten und Unzulänglichkeiten, und getrieben von den Daseinsgrundfunktionen. Die Wichtigkeit von interaktiven Stories, welche Texte, Fotos, interaktive Grafiken, Karten und Animationen zu verbinden wissen, wird markant zunehmen. [...]

Selbstlernende Software für Film und Video

Während noch darüber gestritten wird, was der Trend zur künstliche Intelligenz für die Menschheit sein kann und sein darf, besteht nahezu ausnahmslos Einigkeit darüber, dass selbständig lernende Software auch bei Film und Video für Innovationen in bisher unvorstellbarem Ausmaß sorgen wird. Dieser Artikel nennt 3 Thesen über die Auswirkungen der immer präziser werdenden Bilderkennung. Und behauptet: In der schönen neuen Welt wird statt Rohmaterial das Drehbuch dereinst in den Computer geladen werden und wird der fertige Film in der gewünschten Auflösung individualisiert via Internet dem User ausgeliefert. [...]
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