Film-Wahrnehmung

Alles was man zur Film-Wahrnehmung und Wahrnehmungspsychologie im Zusammenhang mit Bewegtbild, Film, Video und TV wissen muss.

Schöner Fernsehen: Studie verknüpft TV mit Wahlverhalten

In einer neuen wissenschaftlichen Studie wird bewiesen, dass zwischen Wahlverhalten und TV-Konsum eine Abhängigkeit besteht. Sag mir was Du am Fernsehen schaust und ich sage Dir, wie du wählst! Anbieter wie Netflix analysieren ihr Publikum mit ausgeklügelten Algorithmen. Die Folgen sind erheblich. Aber anders als bei früheren Studien bleibt diesmal der mediale Aufschrei im Print aus. [...]

Sequentiell erzählen in Comics, Film und Video: Ein Vergleich

Der Vergleich von Comics (im englischen Sprachraum heute wertiger als Graphic Novels bezeichnet) mit Film ist naheliegend. Weil Comics als Schund und tiefste Stufe des Storytelling galten, wurde dem Comic die analytische Untersuchung in der sonst üblichen Form der Trennung von Inhalt und Form lange versagt. Geschichten über Superhelden in Strumpfhosen oder Hinkelstein werfende Gallier, so die gängige Meinung, konnten gewissermaßen "automatisch" keine Erzählform besitzen, die eine Analyse sinnvoll erscheinen ließ. Auch beim Film wurde einige Jahrzehnte so argumentiert. [...]

Das Phänomen der unsichtbaren Schnitte bei Film und Video

Unsichtbare Schnitte sind kein Geheimnis. Sie finden seit jeher nicht nur in großen Hollywood-Produktionen Anwendung, sondern sind d-e-r Standard in der Film- und Videoproduktion. Unsichtbare Schnitte werden so bezeichnet, weil sie für Auge und Hirn deutlich sichtbar und erkennbar sind (anders als versteckte Schnitte), trotzdem aber vom Zuschauer nicht wahrgenommen werden. [...]

Wie das Kino im Kopf funktioniert und wie wir Filme sehen

In weniger als 100 Millisekunden meldet uns das Hirn, was wir sehen. Wie wir aber sehen, und wie die dazu notwendigen Nervenimpulse analysiert und verarbeitet werden, sprengt jede Dimension eines Cinemascope-Kinospielfilms und ist spannender als jede Serie auf Netflix. Dieser Artikel zeigt, wie man mit der Zunge sehen kann und erklärt, warum Krabben als Regisseure wenig taugen.  [...]

Kamerafahrt im Film in Theorie und Praxis (Teil 3): Motivation und Arten

Wenn eine Kamera ihren Standort während einer Einstellung verlässt, so spricht man von einer Kamerafahrt. Die Bewegung enthält also stets das Verlassen des Ausgangspunkts. Ob in Fahrtrichtung, rückwärts oder quer zur Bewegung, die Blickrichtung der Kamera kann, solange sie dramaturgisch motiviert ist, bei Fahrten in alle Richtungen gehen. Wie werden Kamerafahrten richtig eingesetzt? [...]

Subjektive Wahrnehmung in Film und Video: Risiko oder Chance?

Bei der Erläuterung der Frage, was subjektive Wahrnehmung ist und sein kann, wurde einer der redaktionell stärksten Tageszeitungen der Schweiz darüber gejammert, dass Filme und Videos in den letzten Jahren, und nicht zuletzt wegen YouTube, nurmehr (Zitat:) "gnadenlos subjektiv und gnadenlos beliebig" seien, und darum weitgehend an Wirkung verloren hätten. Meine bescheidene Meinung: Diese Feststellung ist Unsinn und alter Käse! [...]

Einführung in den Filmschnitt: Warum Pacing und Timing wichtig sind

Die Kraft und das Potential des Filmschnitts liegt in der Montage. Nicht ohne Grund sprechen viele Filmschaffende darum ganz bewusst nicht von schneiden sondern von montieren oder editieren. Wird vorne und hinten vom Cutter "ein Stück Film" abgeschnitten, dann ist die Bezeichnung Schnitt dem Vorgang durchaus angemessen. Für alles andere, was im Schneideraum passiert, ist das Wort zu vereinfachend, wenn nicht sogar irreführend. Filme werden nicht mit dem Hammer zusammengenagelt. [...]

Die Wirkung von Farben im Film? Keine Ahnung, aber davon viel!

Während in nahezu allen Disziplinen des Marketings und der Kommunikation an abverkaufsrelevanten Kontaktpunkten die Evaluation von Farben und die Arbeit mit Farbkonzepten unverzichtbar ist, gehen Filmemacher im Auftragsfilm, bei TV-Spots ebenso wie beim Imagefilm, Produktfilm oder Online-Video mit Farbpsychologie um, als wären sie Pfahlbauer aus dem Neolithikum. Diese Nachlässigkeit geht zu Lasten der Wirkung! [...]